Wasserschaden in gefliesten Bereichen

Wasserschaden in gefliesten Bereichen

Bei einem Wasserschaden in gefliesten Bereichen kann es passieren, daß die Feuchtigkeit nicht richtig trocknet.

Wasserschaden bei Fliesen

Was bedeutet eigentlich Estrich-Dämmschicht?

Auf der Bodenplatte wird meistens ein Dämmmaterial, Styropor oder eine mineralische Wolle mit einer Stärke von ca. 5 cm verarbeitet. Darauf kommt im Bedarfsfall eine Fußbodenheizung und auf diese ein Estrich, der wiederum 5 cm stark ist. Auf diesem Estrich wird entweder eine Fliese, Laminat, PVC, Linoleum oder Teppich verlegt. Dieser Estrich wird schwimmend verlegt. Das bedeutet, daß er umlaufend keine Verbindung mit dem Gebäude hat.

Zum einen liegt er auf dem Dämmmaterial, zum zweiten ist im Rand mittels eines Randdämmstreifen eine Dehnungsfuge von ca. 1 cm gelassen worden. Dieses hat den Vorteil, daß Schallübertragungen innerhalb des Gebäudes so gut wie nicht stattfinden.

Bei einem eingetretenen Wasserschaden läuft nun über den Ixelbereich Wasser auf die Bodenplatte. Vor einigen Jahrzehnten war es noch erforderlich, den kompletten Estrich zu demontieren, danach die Bodenplatte zu entfeuchten und neuen Estrich inklusive Fußbodenheizuung und Dämmmaterial einzubringen. Mit dem Estrich-Dämmschicht Trocknungsverfahren ist dies nicht mehr notwendig.

Hier werden im Bereich des Fußbodens im Abstand von 2,5 m 50 mm Löcher in den Fußboden eingebracht, so daß mittels eines Seitenkanalverdichters warme, trockene Luft in die Estrich-Dämmschicht eingeflutet werden kann.

Im Ixelbereich werden wiederum Öffnungen gesetzt, so daß diese warme Luft, die sich in der Estrich-Dämmschicht mit der Feuchtigkeit der Bodenplatte anreichert, mit einer erhöhten Luftfeuchte wieder in das Raumvolumen eindringen kann. Im Raum steht ein Luftentfeuchter, der wiederum die Raumluft entfeuchtet, so daß der Seitenkanalverdichter wieder trockene warme Luft ansaugen und diese wieder in die Estrich-Dämmschicht einbringen kann. Dieser Prozeß dauert in der Regel 14 – 21 Tage.

Bei gefliesten Fußböden gibt es die Möglichkeit, Fliesen zerstörungsfrei aufzunehmen. Das bedeutet, daß die Fuge inklusive Kleberbett um die Fliese herum mittels einer Flex aufgeschnitten wird. Mit Hilfe einer Heizschablone und einer Heißluftpistole wird die Fliese auf mehrere 100 Grad hochgeheizt. Keramik hat die Eigenschaft sich auszudehnen, die Fliese reißt sich also eigenständig vom Kleberbett los und Sie können die Fliese entnehmen. Unterhalb der Fliese wird ein Loch von 50 mm in den Estrich eingebracht, um die trockene warme Luft einzubringen. Anzumerken ist, daß keine 100 %ige Garantie gegeben werden kann, daß von 10 Fliesen auch 10 zerstörungsfrei aufgenommen werden können. Ein gewisses Risiko ist immer gegeben. Sollte eine Fliese beschädigt werden, besteht die Möglichkeit, im Nachgang mit Ornamentfliesen zu arbeiten. Sollten also die Räume in einem bestimmten Farbton eingerichtet worden sein, können Ornamentfliesen in diesem Farbton einzeln in den Fußboden eingebracht werden

Eine weitere Möglichkeit besteht mit dem CeraVogue-System. Hier wird im Fugenkreuz ein 60 mm Loch gebohrt, anschließend das 50 mm Loch in den Estrich eingebracht, um die Luft einzufluten und nach Abschluß der Trocknung wird dieses Loch mit einem Keramikeinleger, siehe Bild, verschlossen. Der Vorteil besteht zum einen in der ästhetischen Erscheinung des Fußbodens und zum anderen ist eine Neuverfliesung des kompletten Fußbodens nicht mehr notwendig.

Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie gerne unter der Rufnummer 030 5111600 oder unter 0172 386 45 45 erfragen.

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Die Selbstabholung der Bautrockner oder Luftentfeuchter ist Mo.-Do von 8:00-17:30 Uhr und Fr. von 8:00-15:00 Uhr möglich. Kaution 150€ pro Gerät, sowie eine Kopie des Personalausweises.

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